Teilen leicht gemacht: Lange Links & komplexe URLs im QR-Code verstecken
Lange Links im QR-Code verstecken: So teilen Sie komplexe URLs fehlerfrei und barrierefrei im DACH-Raum. Jetzt praktische Tipps und Anleitun...
Ein Website-QR-Code trägt die Adresse selbst. Er funktioniert deshalb ohne Internetzugang des Codes, läuft nicht ab und zeigt dauerhaft dorthin, wohin Sie ihn gesetzt haben. Prüfen sollten Sie vor dem Druck nur eines: die Länge.
Die Adresse steht im Code, nicht auf einem Server dazwischen. Das macht diesen Typ statisch: Der Code fragt niemanden, ob er noch gültig ist, und niemand kann ihn abschalten. Er zeigt auf die Adresse, die beim Erzeugen darin gelandet ist — für immer.
Das ist Stärke und Falle zugleich. Richten Sie gedruckte Codes auf eine Adresse, die Ihnen gehört, und leiten Sie serverseitig weiter. Dann überlebt der Aufkleber auf der Verpackung den Relaunch, die Kampagne und den Agenturwechsel, weil sich nur das Ziel der Weiterleitung ändert und nie der gedruckte Code.
Umgekehrt ist ein Link nicht immer die richtige Antwort. Ein Netzwerk gehört in einen WLAN-Netzwerk-Code, Kontaktdaten in einen Kontaktkarte (vCard 3.0)-Code — beide können etwas, das eine URL nicht kann, nämlich ohne Internetverbindung wirken.
Für deutsche Seiten kommt ein praktischer Punkt dazu: Die Zieladresse sollte eine Seite sein, von der aus Impressum und Datenschutzerklärung erreichbar sind. Das ist keine Eigenschaft des Codes, aber es ist der häufigste Grund, warum eine eigens gebaute Kampagnenseite hinterher nachgebessert werden muss.
Was gedruckt ist, bleibt gedruckt. Eine eigene kurze Adresse mit serverseitiger Weiterleitung kostet einmal zehn Minuten und erspart den Nachdruck der gesamten Auflage.
Der Code auf der letzten Folie ersetzt das Abfotografieren der Literaturliste. Groß genug für die letzte Reihe heißt in der Praxis deutlich größer, als es auf dem Notebook aussieht.
UTM-Parameter gehören dorthin, wo Sie zwei Platzierungen unterscheiden müssen — und nur dorthin, weil jede Kennung den Code dichter macht.
Ein Behördenformular mit vierzig Zeichen Pfad wird nicht abgetippt, sondern weggelegt. Genau das ist der Fall, für den dieser Typ gebaut ist.
Länge ist die einzige Größe, die zählt. Mehr Zeichen heißen mehr Module, und bei gleicher Druckgröße ist jedes einzelne kleiner — an kleinen Modulen scheitern Telefonkameras. Hier gemessen, bei Fehlerkorrektur wie angegeben:
Schema und Host groß schreiben macht den Code kleiner. QR kennt einen kompakten Modus für einen eingeschränkten Zeichenvorrat — Ziffern, A-Z, Leerzeichen und ein paar Symbole — der etwa ein Drittel mehr je Fläche speichert. Kleinbuchstaben fallen heraus. Hostnamen sind ohnehin groß-klein-unabhängig, HTTPS://EXAMPLE.COM/ erreicht also genau dasselbe Ziel: gemessen sinkt dieselbe 40-Zeichen-Adresse von 29 auf 25 Module bei L und von 37 auf 29 bei Q. Hören Sie beim Pfad auf — Pfade sind sehr wohl groß-klein-abhängig, und ein großgeschriebener Pfad führt ins Leere.
Die theoretische Obergrenze des Formats liegt weit jenseits alles Praktischen: rund 2.900 Byte bei niedrigster Fehlerkorrektur. Lange vorher ist der Code so dicht, dass er im Druck nicht mehr zuverlässig gelesen wird. Rechnen Sie mit wenigen hundert Zeichen als Arbeitsgrenze und mit mindestens 0.4 mm je Modul.
Die Adresse steht offen im Code. Wer ihn scannt, sieht das Ziel, bevor er darauf tippt — das ist erwünscht und der Grund, warum sich Verkürzer für gedruckte Codes schlecht eignen.